Viele Familien in Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen sich jedes Jahr im Advent dieselbe Frage: ist nikolaus ein feiertag? Der 6. Dezember weckt bei Kindern Vorfreude auf gefüllte Stiefel, bei Erwachsenen Erinnerungen an eigene Kindheitstage – und doch geht man am nächsten Morgen meist ganz normal zur Arbeit oder in die Schule. Der Nikolaustag ist ein besonderer Moment im vorweihnachtlichen Kalender, der mit tiefen Wurzeln in der christlichen Tradition verbunden ist, aber keine offiziellen arbeitsfreien Stunden bringt.
Genau diese Mischung aus magischer Erwartung und alltäglicher Realität macht den Tag so einzigartig. Während der Weihnachtsmann erst später kommt, bringt der Nikolaus schon früh kleine Freuden und erinnert uns an Werte wie Großzügigkeit und Nächstenliebe. In diesem ausführlichen Artikel klären wir nicht nur die Frage, ist nikolaus ein feiertag, sondern tauchen tief in Geschichte, Bräuche und moderne Interpretationen ein. Du erfährst, warum der Heilige Nikolaus bis heute so beliebt ist und wie du den Tag ganz persönlich gestalten kannst – egal ob mit kleinen Kindern, Teenagern oder der ganzen Familie.
Der Nikolaustag hat etwas Beruhigendes in der hektischen Vorweihnachtszeit. Er ist kein großer Feiertag mit freiem Tag, sondern ein stiller, herzlicher Auftakt zum Fest der Feste. Viele fragen sich deshalb immer wieder, ist nikolaus ein feiertag, und die Antwort lautet meist: nein, aber ja in den Herzen. Lass uns gemeinsam entdecken, was dahintersteckt.
Der Nikolaustag im Überblick
Der Nikolaustag fällt immer auf den 6. Dezember und gilt als Gedenktag des Heiligen Nikolaus von Myra. Dieser Bischof lebte im 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei und wurde schon früh als Schutzpatron von Kindern, Seefahrern und Hilfsbedürftigen verehrt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem durch die schönen Kindheitserinnerungen bekannt: Stiefel vor die Tür stellen, am Morgen kleine Geschenke finden und vielleicht sogar einen echten Nikolaus-Besuch erleben.
Trotz der großen Beliebtheit bleibt die Frage, ist nikolaus ein feiertag, für die meisten mit einem klaren Nein zu beantworten. Es handelt sich um einen kirchlichen Gedenktag, der jedoch nicht zu den gesetzlichen Feiertagen zählt. Das bedeutet, Geschäfte haben normal geöffnet, Schulen finden statt und die meisten Menschen gehen ihrer Arbeit nach. Dennoch spürt man in vielen Regionen eine besondere Atmosphäre – vielleicht weil der Tag die Brücke zwischen Alltag und Weihnachtszauber schlägt.
In manchen Familien wird der Nikolaustag richtig groß gefeiert, mit selbst gebackenen Plätzchen, Geschichten vorlesen und gemeinsamen Bastelabenden. Andere halten es schlicht: ein paar Nüsse und Mandarinen im Schuh, mehr braucht es oft nicht, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Der Reiz liegt genau in dieser Einfachheit. Während der Advent mit seinem Terminstress manchmal überfordert, bietet der 6. Dezember einen Moment der Besinnung.
Viele Eltern nutzen den Tag, um mit ihren Kindern über gute Taten zu sprechen. Der Nikolaus steht schließlich für Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft. So wird aus einer einfachen Frage wie ist nikolaus ein feiertag schnell ein Gespräch über Werte, die heute wichtiger sind denn je. Der Überblick zeigt: Der Nikolaustag ist mehr als nur ein Datum im Kalender – er ist ein Stück lebendiger Kultur.
Die historische Figur des Heiligen Nikolaus
Der echte Nikolaus von Myra war kein Märchenheld, sondern eine reale Person aus dem 4. Jahrhundert. Geboren zwischen 270 und 286 in Patara, einer Hafenstadt in Lykien, wurde er schon jung zum Priester geweiht. Später übernahm er das Amt des Bischofs in Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Historiker bestätigen, dass er während der Christenverfolgung unter Diokletian im Gefängnis saß, später aber freikam und sein Erbe an die Armen verteilte.
Eine besonders schöne Überlieferung erzählt, wie Nikolaus einer verarmten Familie half. Der Vater wollte seine drei Töchter aus Geldnot in die Prostitution schicken. Nikolaus warf in drei Nächten Goldklumpen durchs Fenster – genug für die Mitgift. Diese Geschichte erklärt bis heute, warum Kinder Stiefel oder Strümpfe vor die Tür stellen. Der Heilige Nikolaus wurde schnell zum Symbol der heimlichen Hilfe.
Im Jahr 325 soll er sogar am Konzil von Nizza teilgenommen haben, wo er sich gegen die Irrlehre des Arius stellte. Spätere Legenden schmücken diese Episode aus: Nikolaus soll Arius sogar geohrfeigt haben. Ob wahr oder nicht – die Erzählung unterstreicht seinen mutigen Einsatz für den Glauben. Nach seinem Tod um das Jahr 350 wurde sein Grab in Myra zu einem Wallfahrtsort. Wunderheilungen wurden berichtet, und bald breitete sich seine Verehrung über das ganze Christentum aus.
In der orthodoxen Kirche steht Nikolaus gleich nach Jesus und Maria auf den Ikonen. In der katholischen Welt wurde er zum Patron unzähliger Berufe und Städte. Seine Reliquien wurden 1087 von italienischen Kaufleuten nach Bari gebracht, wo sie bis heute ruhen. Jedes Jahr im Mai fließt dort das sogenannte Manna – eine ölige Flüssigkeit – aus dem Sarkophag. Solche Details machen die historische Figur so greifbar und erklären, warum der Nikolaustag noch immer fasziniert.
Legenden und Wunder des Nikolaus
Keine Heiligenfigur ist so reich an Geschichten wie Nikolaus. Die berühmteste ist sicher die Mitgift-Legende, die direkt zum Stiefel-Brauch führte. Aber es gibt noch viel mehr. Einmal rettete er Seeleute vor einem Sturm, indem er einfach erschien und das Schiff sicher in den Hafen lenkte. Deshalb gilt er als Schutzpatron der Seefahrer – in vielen Hansestädten stehen Nikolaikirchen genau aus diesem Grund.
Ein besonders dramatisches Wunder erzählt von drei Scholaren, die ein Wirt ermordet und in ein Fass gepökelt hatte. Nikolaus kam vorbei, entdeckte das Verbrechen und erweckte die Jungen wieder zum Leben. Diese Geschichte wurde im Mittelalter so oft erzählt, dass Nikolaus zum Schutzpatron der Schüler und Studenten wurde. In manchen Klosterschulen wählten die Jungen sogar einen Kinderbischof, der vom 6. Dezember bis zum 28. Dezember regierte – eine schöne Umkehrung der Machtverhältnisse.
Eine andere Legende berichtet vom Kornwunder während einer Hungersnot. Nikolaus ließ Getreide von einem Schiff abladen, obwohl die Seeleute protestierten. Als sie in Konstantinopel ankamen, war das Schiff trotzdem voll beladen. Solche Erzählungen zeigen einen Mann, der praktisch half und nicht nur predigte.
„Nikolaus war der größte Solidaritätsheilige Europas“, heißt es in manchen kirchlichen Schriften – ein schöner Satz, der bis heute passt.
In der Legenda Aurea, einem mittelalterlichen Bestseller, werden Dutzende solcher Wunder gesammelt. Manche klingen märchenhaft, andere sehr menschlich. Genau diese Mischung macht Nikolaus so nahbar. Kinder lieben die Geschichten, weil sie zeigen: Auch ein Bischof konnte frech und mutig sein. Erwachsene schätzen die Botschaft von heimlicher Nächstenliebe. Jede Legende trägt dazu bei, dass der Nikolaustag lebendig bleibt – auch wenn die Frage, ist nikolaus ein feiertag, weiterhin mit Nein beantwortet wird.
Wie der Nikolaustag nach Deutschland kam
Die Verehrung des Heiligen Nikolaus erreichte Deutschland bereits im 10. Jahrhundert. Kaiserin Theophanu, eine byzantinische Prinzessin und Frau Ottos II., brachte Reliquien und Bräuche mit. Plötzlich gab es Nikolaikirchen in vielen Städten – von Worms bis Hamburg. Im Mittelalter wurde der 6. Dezember zum großen Bescherungstag. Kinder und Arme erhielten Geschenke, oft in Form von Brot, Nüssen oder kleinen Münzen.
Mit der Reformation änderte sich einiges. Martin Luther kritisierte den Heiligenkult und wollte das Schenken auf Weihnachten verlegen. In protestantischen Regionen übernahm das Christkind die Rolle des Gabenbringers. In katholischen Gebieten blieb der Nikolaus jedoch treu erhalten. Genau diese konfessionelle Spaltung erklärt die regionalen Unterschiede, die wir heute noch sehen.
Im 19. Jahrhundert mischten sich dann volkstümliche Elemente dazu. Der Nikolaus bekam Begleiter wie Knecht Ruprecht oder den Krampus. In Bayern und Österreich wurden die Perchtenläufe populär – wilde Gestalten, die den Winter vertreiben sollten. In der Schweiz entwickelte sich der Samichlaus mit seinem Schmutzli. All diese Figuren bereichern den Nikolaustag, ohne dass er je ein gesetzlicher Feiertag wurde.
Heute ist der Brauch globalisiert. Der amerikanische Santa Claus hat viele Elemente vom Nikolaus übernommen, doch in Mitteleuropa bleibt der Bischof mit Mitra und Stab der klassische Nikolaus. Die Frage, ist nikolaus ein feiertag, führt oft zu spannenden Gesprächen über kulturelle Identität – denn der Tag verbindet uns mit einer 1700 Jahre alten Tradition.
Ist Nikolaus ein Feiertag in Deutschland? Die rechtliche Situation
Kommen wir zur Kernfrage: ist nikolaus ein feiertag? In Deutschland lautet die klare Antwort: nein. Der 6. Dezember zählt in keinem Bundesland zu den gesetzlichen Feiertagen. Das Arbeitszeitgesetz und die Feiertagsregelungen der Länder listen ihn nicht auf. Schulen und Kindergärten haben normal Unterricht, Betriebe bleiben geöffnet.
Trotzdem gibt es kleine Ausnahmen im Alltag. In manchen katholisch geprägten Firmen oder Kindergärten wird der Vormittag verkürzt oder es gibt eine Nikolausfeier. Aber rechtlich bleibt es bei einem normalen Werktag. Viele Eltern organisieren deshalb den Nikolausbesuch am Abend des 5. Dezember, damit die Kinder am 6. morgens die Überraschung finden können.
Die folgende Tabelle zeigt die Situation übersichtlich:
| Bundesland | Ist Nikolaus ein Feiertag? | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Bayern | Nein | Starke Tradition mit Krampus, aber normaler Schultag |
| Baden-Württemberg | Nein | Nikolausbesuche in vielen Schulen |
| Berlin | Nein | Multikulturell, aber Stiefel-Brauch beliebt |
| Brandenburg | Nein | Protestantisch geprägt, Christkind stärker |
| Bremen | Nein | Sunnerklaas-Lauf in manchen Stadtteilen |
| Hamburg | Nein | Nikolaikirchen erinnern an den Schutzpatron |
| Hessen | Nein | Gemischte Bräuche |
| Mecklenburg-Vorpommern | Nein | Hanse-Tradition |
| Niedersachsen | Nein | Knecht Ruprecht klassisch |
| Nordrhein-Westfalen | Nein | Lebendige Heischebräuche |
| Rheinland-Pfalz | Nein | Reliquien in Worms |
| Saarland | Nein | Stark katholisch |
| Sachsen | Nein | Weihnachtsmarkt-Zeit |
| Sachsen-Anhalt | Nein | Historische Nikolaus-Verehrung |
| Schleswig-Holstein | Nein | Norddeutsche Varianten |
| Thüringen | Nein | Gemütliche Familienfeiern |
Diese Übersicht macht deutlich: Überall dasselbe Bild. Die Frage, ist nikolaus ein feiertag, wird bundesweit gleich beantwortet – und doch fühlt sich der Tag überall anders an.
Regionale Unterschiede in den Bundesländern
In Bayern kommt der Nikolaus oft schon am 5. Dezember abends mit lautem Glockengeläut. Der Krampus ist hier besonders präsent – eine furchterregende Gestalt mit Hörnern und Rute. Kinder, die nicht brav waren, bekommen manchmal einen kleinen Schrecken. In Norddeutschland hingegen ist der Knecht Ruprecht eher ein gutmütiger Helfer mit Sack voller Geschenke.
Im Rheinland gibt es den Glowesabend, bei dem verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen und Sprüche aufsagen. In Ostdeutschland mischen sich manchmal DDR-Erinnerungen mit neuen Traditionen. Die Vielfalt zeigt, wie lebendig der Nikolaustag trotz fehlendem Feiertagsstatus ist. Jede Region hat ihre eigene Note, aber die Kernbotschaft bleibt gleich: Freude schenken und an gute Taten erinnern.
Selbst innerhalb eines Bundeslandes gibt es Unterschiede. In ländlichen Gebieten Bayerns sind die Krampusläufe spektakulär, in Großstädten wie München eher gemütliche Familienabende. Diese regionale Buntheit macht den Nikolaustag so besonders. Wer einmal in verschiedenen Gegenden gefeiert hat, versteht sofort, warum die Frage, ist nikolaus ein feiertag, nur der Anfang eines viel größeren Themas ist.
Der Nikolaustag in Österreich
In Österreich heißt der 6. Dezember oft einfach „Nikolo“. Der Nikolaus kommt meist am 5. Dezember abends mit seinem Krampus. Die Krampusläufe in Tirol oder Salzburg sind weltberühmt – laute Glocken, Masken und ein bisschen Grusel für die Kleinen. Dennoch ist auch hier kein gesetzlicher Feiertag. Die Kinder gehen am 6. normal in die Schule, aber mit einem Lächeln, weil der Stiefel gefüllt ist.
Österreichische Familien backen oft spezielle Nikolaus-Plätzchen oder bereiten „Nikolo-Säckchen“ vor. In manchen Gegenden gibt es den „Nikolo-Umzug“ mit Pferden und Kutschen. Die Tradition ist hier besonders stark verwurzelt, weil das Land stark katholisch geprägt ist. Trotzdem bleibt die rechtliche Lage gleich wie in Deutschland: kein freier Tag.
Samichlaus in der Schweiz
Die Schweiz nennt ihren Nikolaus liebevoll „Samichlaus“. In der Deutschschweiz kommt er oft mit dem Schmutzli, einem rußigen Helfer. In manchen Kantonen gibt es das „Chlausjagen“ – ein wilder Umzug mit Masken und Lärm. Besonders schön ist der Brauch in Küsnacht am Zürichsee oder im Wallis, wo riesige Nikolaus-Figuren auf Kirchtürmen thronen.
Auch hier gilt: ist nikolaus ein feiertag? Nein. Der 6. Dezember ist ein normaler Arbeitstag. Dennoch schließen manche Firmen früher oder organisieren kleine Feiern. Die Schweizer lieben ihre regionalen Varianten – vom Samichlaus mit Esel bis zum modernen Nikolaus im Büro.
Traditionelle Bräuche am Nikolaustag
Der Klassiker ist und bleibt das Stiefelputzen. Am Abend des 5. Dezember stellen Kinder ihre sauber geputzten Schuhe oder Stiefel vor die Tür. Am Morgen finden sie Nüsse, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen oder kleine Spielzeuge. Manchmal liegt auch ein goldener Zweig oder ein Rutenbündel dabei – als sanfte Erinnerung an gute Manieren.
In vielen Haushalten gibt es den echten Nikolaus-Besuch. Ein verkleideter Vater, Onkel oder Nachbar kommt mit Bischofsmütze, Stab und goldenem Buch. Die Kinder werden nach ihren Taten gefragt, singen ein Lied und erhalten ein Geschenk. Der Begleiter – ob Ruprecht oder Krampus – sorgt für den nötigen Respekt.
Heischebräuche sind ebenfalls weit verbreitet. Kinder verkleiden sich selbst als Nikolaus und ziehen von Tür zu Tür. Mit dem Spruch „Nikolaus, Nikolaus, bring uns was Gutes ins Haus“ bekommen sie Süßigkeiten. In manchen Städten gibt es richtige Umzüge mit Musik und Fackeln.
Der Nikolausbesuch zu Hause
Nichts ist schöner als der Moment, wenn es an der Tür klingelt und der Nikolaus hereintritt. Viele Familien bereiten das Zimmer vor: Kerzen anzünden, Lieder singen, das goldene Buch bereithalten. Der Nikolaus erzählt eine kleine Geschichte aus seinem Leben und verteilt dann die Geschenke. Für Kinder ist das ein Highlight des ganzen Jahres.
Eltern können den Besuch besonders authentisch gestalten, indem sie Details aus den Legenden einbauen. Ein paar goldene Schokoladenmünzen erinnern an die Mitgift-Legende. Ein Seemannslied an den Schutz der Schiffe. So wird aus einem einfachen Brauch eine kleine Geschichtsstunde.
Nikolaus in Schule und Kindergarten
In vielen Einrichtungen kommt der Nikolaus persönlich vorbei. Die Kinder haben am Vortag Stiefel oder Teller abgegeben. Am 6. Dezember gibt es eine kleine Feier mit Liedern wie „Lasst uns froh und munter sein“. Manchmal wird ein Theaterstück aufgeführt oder ein Nikolaus-Gedicht vorgetragen.
Lehrer nutzen den Tag gerne, um über Hilfsbereitschaft zu sprechen. Projekte wie „Nikolaus für die Tafel“ – wo Spenden gesammelt werden – passen perfekt. Auch wenn kein freier Tag ist, bleibt der Nikolaustag in der Schule ein Highlight.
„Morgen, Kinder, wird’s was geben, morgen werden wir uns freuen…“ – dieses alte Lied wird an kaum einem anderen Tag so oft gesungen wie am Nikolaustag.
Moderne Interpretationen und Feiern
Heute gibt es auch nachhaltige Varianten: Statt Plastikspielzeug kommen Fairtrade-Schokolade oder selbst gebastelte Geschenke in den Stiefel. Manche Familien spenden einen Teil des Geldes, das sie sonst für Nikolaus-Geschenke ausgegeben hätten. Andere integrieren digitale Elemente – ein Video vom Nikolaus per WhatsApp oder eine Nikolaus-App, die Geschichten erzählt.
In Großstädten organisieren Nachbarschaften gemeinsame Nikolaus-Umzüge. In Firmen gibt es manchmal „Nikolaus-Pakete“ für die Mitarbeiter. Der Brauch passt sich an, ohne seine Seele zu verlieren. Die Frage, ist nikolaus ein feiertag, wird dadurch fast nebensächlich – wichtig ist die Stimmung, die er verbreitet.
Nikolaus und der Weihnachtsmann: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Viele Kinder fragen: Ist der Nikolaus der Weihnachtsmann? Die Antwort ist nuanciert. Der historische Nikolaus ist der Bischof mit roter Mitra, der Weihnachtsmann der dicke Mann im roten Mantel aus Amerika. Beide teilen die Liebe zum Schenken. Der Nikolaus kommt früher und bringt kleine Gaben, der Weihnachtsmann die großen Geschenke am 24. Dezember.
In manchen Familien gibt es beide – der Nikolaus als Vorbote, der Weihnachtsmann als Höhepunkt. Die Gemeinsamkeit liegt in der Botschaft: Sei gut, dann wirst du beschenkt. Die Unterschiede machen den Advent abwechslungsreich.
Tipps zur perfekten Nikolausfeier
Plane den Abend entspannt. Putze die Stiefel gemeinsam mit den Kindern – das schafft Vorfreude. Bereite kleine Zettel mit guten Taten vor, die der Nikolaus „findet“. Backe einfache Nikolaus-Plätzchen zusammen. Lies eine Legende vor. Und vergiss nicht: Die schönsten Momente entstehen, wenn alle mitmachen.
Für größere Kinder eignen sich Quizfragen zu Nikolaus-Legenden oder ein kleines Rollenspiel. Für Erwachsene gibt es Nikolaus-Wein oder thematische Pralinen. So wird der Tag für die ganze Familie schön.
Rezepte und Bastelideen für den Nikolaustag
Ein einfaches Rezept: Nikolaus-Muffins mit Schokolade und roten Mützen aus Marzipan. Oder klassische Spekulatius. Bastelideen: Nikolaus-Schiffchen aus Papier falten – erinnert an den Seefahrer-Schutz. Oder ein goldenes Buch basteln, in das die Kinder ihre guten Taten eintragen.
Diese kreativen Elemente machen den Tag greifbar und nachhaltig. Statt teurer Geschenke zählt die gemeinsame Zeit.
Die Bedeutung des Nikolaustages in der heutigen Gesellschaft
In einer schnellen, digitalen Welt erinnert der Nikolaustag an echte Werte: Großzügigkeit ohne Gegenleistung, Gemeinschaft und Tradition. Viele Psychologen sagen, solche Rituale geben Kindern Sicherheit und fördern Empathie. Erwachsene finden darin einen Moment der Entschleunigung.
Selbst in multikulturellen Gesellschaften wird der Nikolaustag gerne mitgefeiert – als Fest der Freundlichkeit. Die Frage, ist nikolaus ein feiertag, führt oft zu Gesprächen über kulturelle Vielfalt und was uns verbindet.
Nikolaus in Literatur, Film und Popkultur
Von Astrid Lindgren bis zu modernen Weihnachtsfilmen taucht der Nikolaus immer wieder auf. In „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ wird gesungen, in Kinofilmen wie „Der Polarexpress“ mischt er sich mit Santa. Popstars covern Nikolaus-Lieder, Influencer zeigen DIY-Ideen. Die Figur bleibt aktuell.
Häufige Mythen rund um den Nikolaustag
Mythos 1: Nikolaus ist immer der Weihnachtsmann – falsch. Mythos 2: Der Tag ist überall schulfrei – leider nein. Mythos 3: Nur katholische Familien feiern ihn – auch Protestanten und Nichtgläubige machen mit. Diese Aufklärung macht den Brauch noch schöner.
Fazit
Zusammenfassend bleibt die Antwort auf die Ausgangsfrage klar: ist nikolaus ein feiertag? Nein, es ist kein gesetzlicher Feiertag. Aber ja, es ist ein Herzensfeiertag, der Millionen Menschen Freude bereitet. Der Nikolaustag verbindet Geschichte mit Gegenwart, Tradition mit Moderne und Alltag mit Magie. Er erinnert uns daran, dass kleine Gesten große Wirkung haben können. Ob du allein lebst und dir selbst einen Schokoladen-Nikolaus kaufst oder mit der Großfamilie feierst – der 6. Dezember hat für jeden etwas Besonderes.
Nutze die nächsten Wochen, um den Nikolaustag bewusst zu gestalten. Putze die Stiefel, erzähle die alten Geschichten, backe Plätzchen und genieße den Zauber. Denn auch wenn keine arbeitsfreien Stunden winken, schenkt der Nikolaustag etwas viel Wertvolleres: Vorfreude, Zusammenhalt und die Erinnerung, dass Güte immer zählt. Frohen Nikolaustag!
FAQ
Ist Nikolaus ein Feiertag?
Nein, der Nikolaustag am 6. Dezember ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein gesetzlicher Feiertag. Es handelt sich um einen kirchlichen Gedenktag, an dem normale Arbeits- und Schulzeiten gelten. Dennoch wird er in vielen Familien und Regionen mit großer Freude gefeiert.
Wann stellt man die Stiefel vor die Tür?
Traditionell am Abend des 5. Dezember. Die Kinder putzen ihre Schuhe oder Stiefel und stellen sie vor die Haustür oder ans Fenster. Am Morgen des 6. Dezember sind sie dann gefüllt.
Wer war der echte Nikolaus?
Nikolaus von Myra, ein Bischof aus dem 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei. Er war bekannt für seine heimliche Hilfe an Armen und wurde später durch zahlreiche Legenden zum Schutzpatron der Kinder.
Gibt es den Nikolaus auch in anderen Ländern?
Ja, in vielen Variationen: Sinterklaas in den Niederlanden, Samichlaus in der Schweiz, Nikolo in Österreich oder Santa Claus in den USA. Überall steht die Idee des Schenkens und der Güte im Mittelpunkt.
Wie kann man den Nikolaustag nachhaltig feiern?
Statt viel Plastik lieber faire Schokolade, selbst gebastelte Geschenke oder Spendenaktionen. Gemeinsames Backen, Geschichten erzählen und Zeit miteinander verbringen sind die besten Zutaten für einen schönen, umweltfreundlichen Nikolaustag.